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 Schlechte Führung macht Hunde aggressiv

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BeitragThema: Schlechte Führung macht Hunde aggressiv   Sa 25 Jul 2009 - 0:18

Schlechte Führung macht Hunde aggressiv


Rasse weniger entscheidend als Verhalten des Besitzers

Cordoba/Wetzlar - Wer seinen Hund
schlecht führt, gerät viel eher in Gefahr, ein aggressives Tier
heranzuziehen. Das berichten Tiermediziner der Universität Cordoba im
Journal of Animal and Veterniary Advances. Sie suchten bei einer großen
Anzahl verschiedener Hunderassen nach Faktoren, die am Entstehen
aggressiven Verhaltens bei den Tieren beteiligt sind, und fanden die
Hauptschuld bei den Besitzern. "Aggressives Verhalten kommt am ehesten
bei Besitzern vor, die keine Vorerfahrung in der Hundehaltung haben,
die ihre Tiere nicht schulen, sie übermäßig verwöhnen und es
verabsäumen, ihnen Grenzen zu zeigen oder genügend Zeit zu widmen", so
Studienleiter Joaquín Pérez-Guisado. Auch die Kastration weiblicher
Hunde, die Anschaffung als Geschenk oder die Haltung als Wachhunde
könne aggressives Verhalten begünstigen. Seitens des Hundes sei der
Gesundheitszustand für das Verhalten bedeutend. "Rasse, Alter,
Geschlecht und Größe des Hundes geben hingegen weit weniger Ausschlag",
so der spanische Forscher.

"Aggressives Verhalten ist bei Hunden normal, denn sie
zeigen dadurch, dass ihnen etwas nicht passt", betont die Tierärztin
und Tierverhaltenstherapeutin Heidi Bernauer-Münz im
pressetext-Interview. Bemerkbar mache sich dieses Missfallen auf
verschiedenste Weise. "Hunde besitzen eine gesamte Klaviatur von
Ausdrucksformen, die von Keuchen und Knurren bis zu Schnappen und
kräftigem Zubeißen reichen." Als häufigen Auslöser unerwünschten
Verhaltens sieht Bernauer-Münz das mangelnde Verstehen der Hundesprache
seitens des Besitzers. "Hunde werden oft als böse Hunde abgestempelt,
weil der Besitzer bestimmte Angstsignale nicht versteht. Doch wenn sich
das Tier in die Enge getrieben fühlt, schnappt es leicht zu und lernt
damit für die nächste ähnliche Situation. Damit es nicht dazu kommt,
sollte man Zeichen wie etwa das Zurückweichen des Tieres vor einer
fremden Person rechtzeitig erkennen und dem anderen signalisieren, dem
Tier nicht zu nahe zu kommen", empfiehlt Bernauer-Münz.

Da
aggressive Verhaltensweisen angelernt seien, könne man sie dem Tier
auch wieder abgewöhnen, so die Wetzlarer Tierärztin. Das erfordere
jedoch stets die Suche nach den Ursachen des Fehlverhaltens. "Erst nach
einer Diagnose kann entschieden werden, ob eine Verhaltenstherapie oder
vielmehr eine medizinische Behandlung notwendig ist. Denn in den
meisten Fällen gehen Verhaltensstörungen auf Kopf- und Gelenkschmerzen,
Humpeln oder hormonelle Probleme zurück", betont Bernauer-Münz. Die
Verhaltenstherapie könne hingegen Fehler der Kommunikation korrigieren.
"Da immer weniger Hunde in Hundeschulen trainiert werden, nehmen auch
die Missverständnisse zu. Viele Besitzer glauben, ihren Hund auf
'Sitz!' oder 'Platz!' trainiert zu haben, dabei beobachten die Tiere
oft nur die Körpersprache." Gewalt sei selbst für aggressive Hunden
kein geeignetes Erziehungsmittel, warnt die Tierärztin. "Aggressionen
gegen den Hund machen auch aggressiv, zudem erhöhen sie das Risiko,
selbst gebissen zu werden. Ebenso sollte man darauf achten, Tiere nicht
grundlos zu verwöhnen."

Für die Studie hatten die spanischen
Tiermediziner über 700 männliche und weibliche Hunde untersucht, die
großteils reinrassig waren. Darunter befanden sich einerseits Hunde,
die als aggressiv gelten, wie etwa Bull Terrier, deutsche Schäferhunde,
Boxer, Rottweiler oder Doberman. Die Ergebnisse dieser Beobachtung
verglich man mit derjenigen von scheinbar gutmütigeren Arten, die
jedoch auch dominantes Verhalten aufzeigen, wie etwa Dalmatiner, Irish
Red Setter, Golden Retriever, Labrador Retriever, Zwergpudel, Chihuaha
und Pekinese.

http://www.uco.es


http://www.dasjournal.net/news/135/ARTICLE/20489/2009-04-28.html

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BeitragThema: Re: Schlechte Führung macht Hunde aggressiv   Sa 25 Jul 2009 - 0:20

die Überschriften sagen schon alles

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